Inner Stability · Self-Inquiry · Self-Care ·
Living in Alignment
Ein offenes Herz braucht ein starkes Rückgrat.
Gerade jetzt im November, wenn es draußen grau, kalt und ungemütlich wird, ist es umso wichtiger, gut auf uns selbst zu achten. Bewusst Prioritäten zu setzen. Uns Zeit für Yoga, Bewegung, Ruhe und all das zu nehmen, was uns guttut. Denn oft sind es gerade diese Dinge, die im stressigen Alltag als Erstes zu kurz kommen.
Und dabei geht es nicht darum, noch mehr auf unsere ohnehin schon vollen To-do-Listen zu packen. Sondern darum, uns selbst und unseren Bedürfnissen wieder mehr Aufmerksamkeit zu schenken.
Nicht erst dann, wenn alles andere erledigt ist.
Ein Begriff, der wunderbar zu diesem Gedanken passt, ist Integrity – Integrität. Er beschreibt die Fähigkeit, im Einklang mit unseren eigenen Werten zu leben. Ehrlich mit uns selbst zu sein, zu erkennen, was uns wichtig ist, und auch entsprechend zu handeln.
Und genau hier beginnt für mich echte Selbstfürsorge.
Denn Self-Care bedeutet nicht nur, sich gelegentlich eine Auszeit, eine Massage oder ein heißes Bad zu gönnen. Es bedeutet auch, die eigenen Bedürfnisse ernst zu nehmen, gesunde Grenzen zu setzen und bewusst Entscheidungen zu treffen, die uns guttun.
Manchmal bedeutet das, sich auszuruhen. Manchmal aber auch, mutig zu sein, Nein zu sagen oder für sich selbst einzustehen.
Ein starkes Rückgrat und ein offenes Herz
Auch in unserer Yogapraxis greifen wir diese Qualitäten auf. Wir stärken unseren Rücken, schaffen Weite im Brustraum und verbinden Kraft mit Beweglichkeit, Stabilität mit Leichtigkeit.
Denn ein offenes Herz braucht ein starkes Fundament – auf der Yogamatte genauso wie im Leben.
Offen zu sein bedeutet nicht, immer alles mitmachen zu müssen. Und stark zu sein bedeutet nicht, immer alles alleine schaffen zu müssen.
Stärke und Sanftheit dürfen nebeneinander existieren.
Begleitet wird unsere Praxis von Impulsen aus der Yogaphilosophie, insbesondere:
Satya – Wahrhaftigkeit: Ehrlich mit uns selbst sein und erkennen, was wir wirklich brauchen.
Svādhyāya – Selbsterforschung: Uns selbst besser kennenlernen, ohne uns ständig verändern oder optimieren zu müssen.
Ahimsa – Gewaltlosigkeit und Mitgefühl: Nicht nur anderen, sondern auch uns selbst mit Freundlichkeit und Respekt begegnen.
Vielleicht ist der November eine gute Gelegenheit, wieder einmal ehrlich hinzuschauen:
Was tut mir wirklich gut? Wo darf ich besser auf mich achten? Wo brauche ich mehr Stabilität und wo vielleicht etwas mehr Leichtigkeit? Und was möchte ich in meinem Alltag wieder bewusst zur Priorität machen?
Nicht, weil wir noch besser, stärker oder perfekter werden müssen. Sondern weil auch die Beziehung zu uns selbst Aufmerksamkeit und Fürsorge verdient.
Self-Care is an act of Integrity.
Selbstfürsorge bedeutet, uns selbst wichtig genug zu nehmen, um auch danach zu handeln.