Alle die ins Yogastudio kommen, wissen ja bereits dass es eine kleine aber feine Auswahl an Yogaklamotten, Accessoires usw. im Yogashop im Studio gibt.
Kleidung und Accessoires die das (Yoga-)Leben ein bisschen schöner machen.
Und ab sofort findest du alle Dinge die es im Studio zu kaufen gibt auch online unter www.michisyogashop.at.

Wirf mal einen Blick hinein, der End-Summer-Sale mit bis zu – 50 % hat schon begonnen und bevor die neue Herbstkollektion in 2 Wochen da ist, muss vieles noch raus…

 

 

Das gibt doch auch Anlass sich ein bisschen über die Yoga-Kleidung ganz allgemein Gedanken zu machen…

 

Yogatussi in bunten Leggings oder Öko-Freak in Jesuslatschen?

 

Als Yogi fühlt man sich manchmal einem gewissen Zwang unterlegen.

Muss ich mir jetzt auch wie viele andere ein schickes Yoga-Outfit zulegen? Vielleicht möglichst bunte, enge Leggings und ein sexy Top dazu.

Oder bin ich als Yogi nahezu verpflichtet nur mehr in Öko-Kleidung rumzulaufen und möglichst wenig zu kaufen, auf die Umwelt zu achten, oder gar nur mehr im Schlabberlook rumlaufen?

Was gilt als passend und richtig?

 

Wie immer liegt die Wahrheit wohl in der Mitte…

 

Denn eines muss ich zugeben. Selten habe ich so viele urteilende Menschen wie in der Yogaszene erlebt. Diese Bewertungen und Urteile werden manchmal ganz deutlich ausgesprochen – „WAAAS? Du isst noch Fleisch/rauchst/kaufst dir schicke Klamotten/fliegst um die Welt/…?????“ (die Liste ließe sich unendlich fortsetzen…)

Manchmal hört man die Bewertung durch die Zeilen durch – „also ich kaufe ja gar nichts mehr/kaufe nur mehr XY/esse nur mehr XY/trage nur mehr Bio-Leinen in hellbeige, denn Yoga ist ja der Weg nach Innen … (auch hier ist die Liste unendlich)

 

 

Und das obwohl wir gerade im Yoga nach dem Nicht-Werten und Nicht-Urteilen streben…

 

Ich wurde schon blöd angesprochen weil ich im Studio Süßigkeiten einer ganz gewöhnlichen Handelsmarke stehen habe (O-Ton: „das ist ja aber nicht sehr yogisch“). Mir wurde vorgeworfen zu kommerziell zu sein, weil ich jetzt auch schöne Yogaklamotten im Studio verkaufe. Ich werde immer wieder nach meinem Essen bewertet, und darauf angesprochen „ich dachte du isst kein Fleisch mehr???“.

Lange Zeit habe ich mich darüber geärgert und mir Gedanken gemacht. Aber ehrlich gesagt ist damit schon seit längerer Zeit Schluss. Ich finde, jeder sollte so leben wie er es für richtig findet.

Und genau im Yoga sollte Platz dafür sein. So zu sein wie ich bin. Und auch den anderen so sein zu lassen wie er eben ist.

 

Und ja, ich bin der Meinung auch der Yogi darf sich etwas „Luxus“ gönnen. Sei es in Form einer schönen neuen Hose, oder einem schönen Accessoire. Ich erlaube mir gelegentlich in den Flieger zu steigen. Und ja, ich kaufe auch mal was, was nicht ÖKO, BIO oder sonst was ist.

Nicht falsch verstehen, natürlich stimme ich 100%ig zu, dass wir alle als Konsumenten – und zwar jeder einzelne – eine wertvolle Stimme sind. Und auch ich achte auf meinen Konsum, versuche nur mehr Naturkosmetik zu verwenden, versuche soweit wie möglich regional und biologisch zu kaufen, achte darauf wo meine Kleidung produziert wird, usw.

Es geht hier nicht darum Shoppingexzesse gut zu heißen, und hemmungslos Dinge zu kaufen, dir irgendwo in China zu Billiglöhnen produziert werden.

Das Yogastudio ist kein Laufsteg und hier geht es wirklich um andere Dinge als sich zu präsentieren. Das haben wir woanders oft genug.

Aber wohlfühlen und mich ausdrücken darf ich mich schon. Egal in welcher Form auch immer.

 

Mehr Balance bitte!

Ich finde – wie nahe zu immer im Leben – geht es um eine gesunde Balance. Um den goldenen Mittelweg.
Und diese Mitte ist uns in vielen Bereichen des Lebens abhanden gekommen. Sei es in der Politik wo es nur mehr links und rechts gibt, als auch beim Essen, Shoppen usw. wo es viele Extreme gibt und kaum mehr Balance. („du darfst nur mehr DAS Essen, du sollst nur mehr dieses und jenes kaufen, und auf keinen Fall mehr XY, etc.)

Ich finde es schön mich über Kleidung auszudrücken.
Mich in eine Schlabberhose zum Yin Yoga zu hauen, oder auch wenn ich Lust und Power habe, die bunten Leggings anzuziehen.
Meiner Persönlichkeit und meiner Stimmung auch über die Kleidung Ausdruck zu verleihen. Mit Farben. Mit Stilen. Mit Stoffen.

Mich einfach in meiner Haut wohlzufühlen. Gerade beim Yoga. Aber auch beim Spaziergang, beim Wandern oder einfach nur auf der Couch beim Serienmarathon. Und dazu gehört nunmal für mich auch Kleidung in der ich mich wohlfühle.

Wir hatten erst neulich dieses Thema am Frühstückstisch, nach dem letzten Morgen-Yoga am See, wo u.a. das Thema Dienstkleidung zur Sprache kam. Und jeder der schon einmal in einem Job Dienstkleidung tragen musste oder sich an strenge Kleidungsvorschriften halten musste, weiß wie sehr dies einen Einschnitt in die eigene Persönlichkeit bedeutet. Sich nicht mehr ausdrücken zu können, sondern eine „Hülle“ oder bestimmte „Form“ übergestülpt zu kommen. Wenn ich nur am meine alten weißen Dienst-Bankblusen und das grauenhafte Tuch denke, schüttelt es mich… brrrh!

Und diese Zwänge, sei es in die eine oder andere Richtung, sollte es auf keinen Fall im Yoga geben! 

Versuchen wir doch Bewertungen, Urteile und diese schulmeisterlichen Gedanken hinter uns zu lassen.
Machen wir uns über unseren eigenen Konsum Gedanken. Ohne das schlechte Gewissen.

 

Lasst uns das Schöne wieder mehr genießen! Und das Leben!

Und wir dürfen dabei ruhig schön sein und uns wohlfühlen! Uns ausdrücken und unserer Persönlichkeit Ausdruck verleihen.
Jeder wie er möchte! Nach Lust und Laune!

Namasté