„The mind has no fucking idea!“ – so war das Sound Healing mit Schamane Darren

Sep 20, 2017 | Blog, Dies & Das, Studio, Yoga & Meditation, Yogastudio

„The mind has no fucking idea!“ – mit diesem Satz (und noch viel mehr) hat es Darren wieder einmal auf den Punkt gebracht, wenn er erzählt dass wir uns wieder mehr auf unserer Herz konzentrieren sollen und weniger im Kopf zu sein. Doch dazu später mehr…

 

„Many say that life entered the human body by the help of music, but the truth is that life itself is music.“
​~ Hafiz

 

Darren’s Geschichte

Am ersten Abend ging es vor allem um eine Einführung ins Sound Healing. Darren hat uns seine Geschichte erzählt, die ich immer wieder sehr spannend finde, da ich mich in seinen Worten oft so wiederfinde.

Darren lebt in Ontario, Canada. Schon als Kind hatte er immer Melodien im Kopf und sang textlos vor sich hin. Besonders am Abend wenn es um ihn herum stiller wurde, wurde die Musik in seinem Kopf immer lauter und er sang im Bett oft stundenlang vor sich hin und schlug seinen Kopf rhythmisch auf das Kopfkissen wie auf einer Trommel. Seine Eltern hatten anfangs Bedenken, ließen Darren aber einfach in seinem SEIN, wofür er ihnen heute noch dankbar ist.

Darren wurde älter, und das Singen – vor allem in der Öffentlichkeit – wurde immer weniger. Im Ferienlager mit 5 anderen Burschen im Schlaflager kam ihm das Singen, das zuvor ganz natürlich durch ihn durchfließen durfte, plötzlich unpassend und komisch vor, und so lies er diese natürliche Gabe immer mehr und mehr verblassen. Auch er wollte – wie glaube ich fast alle von uns im Teenageralter  „ins Schema und in die Gesellschaft passen“ und cool sein und empfand seine wunderbare musikalische Gabe und sich selbst als immer seltsamer, ja sogar als exzentrisch.

Dennoch ließ ihn die Musik nicht los, er lernte div. Instrumente (Piano, Gitarre, Saxophon), sang im Chor und merkte jedoch dabei, dass ihn dieses klassische „Lernen“ der Musik nach Noten und nur mit dem Kopf gar nicht zusagte, es ihm sogar widerstrebte. Er sehnte sich wieder danach, wie damals als Kind einfach am Klavier zu sitzen und selbst komponierte Melodien zu spielen und dazu zu singen. Diese Art von Musik ließ sein Herz höher schlagen und löste schon damals pure Freude bei ihm aus.

 

Jahre später, nachdem er nach von einem 3-jährigen Auslandsaufenthalt aus China heimgekehrt war, begann er in Toronto Traditionell Chinesische Medizin zu studieren. Er widmete sich während seines Studiums neben der TCM und der Akupunktur auch indigenen Heilmitteln und tauchte auch immer mehr in den Schamanismus ein. Hier fand er immer mehr zu seiner Tätigkeit als Heiler und erlernte über viele Jahre verschiedenste Techniken die vor allem auch immer wieder die Musik miteinbezogen. Er ist zudem ausgebildeter Yogalehrer, Reiki Therapeut, und hat ein Studium in der TCM sowie der Akupunktur abgeschlossen.

Nach und nach entdeckte er seine Liebe zu den Kristallklangschalen und auch die heilende Wirkung der Klänge. Darren teilt heute seine besonderen Fähigkeiten als Sound Healer mit Menschen auf der ganzen Welt.

Umso stolzer bin ich natürlich, dass Darren auch heuer wieder zu Gast bei mir war und uns mit seiner Musik und vor allem seiner Stimme verzaubert hat. Und wir haben auch für 2018 wieder neue Pläne gemacht… also seid gespannt!

 

Warum Sound Healing?

Am ersten Abend hat uns Darren eine Einführung ins Sound Healing – Klangheilung gegeben. (Die deutsche Übersetzung ist wie ich finde etwas sperrig 😉 )

Ein anderes Wort für Klangheilung ist Vibrations-Meditation. Wir wissen, dass alles im Universum vibrierende Energie ist. Diese schwingende Energie hat einen Klang oder eine Frequenz. Mit Musik können wir diese Schwingungen in unserem Körper beeinflussen. Im Westen tauchen häufig Krankheiten, wie psychologische Probleme oder Stress auf. Klangheilung kann die Wurzel dieser Störungen finden und lösen. Und da der Körper zw. 60 und 80 % aus Wasser besteht, übertragen sich die Schwingungen direkt in unseren Körper und beeinflussen unser gesamtes Energielevel, unsere Gesundheit und unsere Stimmung.

Es ist wichtig, dass die Menschen wissen, dass der Körper sich wie ein Ozean aus Energieströmen anfühlen kann. Dazu sitzt man zu Beginn am besten mit geradem Rücken auf einen Stuhl oder legt sich ihn. Nun versucht man seinen eigenen Körper von Kopf bis Fuss zu scannen und dabei Licht und Liebe einzuatmen. Die Schwingungen werden auf die Gedanken der Liebe reagieren und man beginnt die Vibrationen zu spüren. Das kann einige Zeit dauern, denn viele unter uns sind energetisch etwas abgestumpft. Es geht darum die eigene Vibration zu spüren und mit dieser Energie auf eine liebevolle Art zu interagieren. Denn diese schwingende Energie ist ein Teil von uns. Dieses erhöhte Bewusstsein wird deine Energiestruktur verändern, und somit einen Heilungsprozess starten. Man kann während der Meditation auch mit Klängen experimentieren. Erlaube deinem Körper tief einzuatmen und Töne in Form von langen Vokalen auszuatmen. Folge der Klangschwingungen in den verschiedenen Teilen deines Körpers und sende sie zu einem Teil, der Heilung benötigt. Oder denke an ein herausforderndes Projekt in deinem Leben und benutze die Kraft des Klangs, um deine Träume wahr werden zu lassen.

Darren betont immer wieder wie wichtig diese Schwingungen für uns sind, und welch bedeutende Rolle die Musik und auch das Tanzen, Schütteln oder ganz allgemein die Verbindung zum Körper (zB über Yoga) für unsere physische, psychische und mentale Gesundheit spielt.

 

Sacred Heart: unser heiliges Herz oder „the mind has no fucking idea“ 😉

Am zweiten und dritten Abend durfte ich euch durch eine Yin Yoga Einheit leiten, begleitet von Darren’s wunderbarer Musik mit Klangschalen, Gitarre und vielem mehr.

Danach haben wir ausführlich dem Herzen gewidmet. Darren hat uns daran erinnert, wie wichtig es ist, aus dem Herzen heraus zu leben und zu fühlen, anstatt Dinge und Geschichten immer nur in Gedanken und im Kopf herumzuwälzen. Denn egal wie viel und oft wir uns über bestimmte Dinge den Kopf zerbrechen, oft hat der Geist keine Ahnung und es kommt keine richtige Lösung bei der vielen Grübelei heraus. Darum auch der Satz“ the mind has no fucking idea“ 😉

Das Herz hat soviel mehr Kraft als unser Gehirn. Wusstest Du zum Beispiel, dass im Herzen eine neuronale Struktur angelegt ist, die der in unserem Gehirn ähnelt? Dass das Herz unsere Gehirnfunktionen beeinflusst? Dass vom Herz ein Magnetfeld ausgeht, dass 500-5000 Mal stärker ist als das unseres Gehirns? Ein Magnetfeld, welches das Nervensystem anderer Menschen beeinflusst und noch mehrere Meter vom Körper entfernt messbar ist?

„The heart is the master of vibrations“ sagten schon die indigenen Völker und Schamanen und vom Herzen geht eine ganz besondere Energie aus.

Somit ist auch wissenschaftlich bewiesen, dass  die ganze Geschichte von „aus dem Kopf ins Herz“ ist tatsächlich weit mehr als nur eine esoterische Metapher.

 

„Das ganze Universum ist im Körper enthalten, der ganze Körper im Herzen. So ist das Herz der Kern des ganzen Universums.“(Ramana Maharshi)

 

Bei einer anschließenden geführten Herz-Meditation durften wir ganz in unser Herz spüren und es entstanden ziemlich intensive Momente und Erfahrungen.

Mit einem wunderbaren Sound Bath, also Klangbad, durfte der Abend dann ausklingen. Und da Darren ja ein Diplom in Akupunktur hat, kamen wir auch in den Genuss einer Akupunktur, denn vor dem Klangbad hat uns Darren den Punkt zwischen den Augenbrauen, das sogenannte  „Dritte Auge“ mit einer Nadel akupunktiert. Eine einzige Nadel hat eine ganz besondere Kraft und dieser Punkt steht zum einen für die Intuition und Einsicht, verbindet unsere beiden Gehirnhälften und schafft große Entspannung.

 

 

 

Danke nochmal an ALLE die dabei waren, für eure Aufgeschlossenheit und euren Besuch! Es waren drei spannende Abende mit Darren und euch und ich hoffe es hat bei euch genauso lange „nachgeschwungen“ wie bei mir!

Namasté

 

 

 

 

 

 

WELCOME

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