Review: Mountainyogafestival St. Anton

 

Michi’s Yoga am Mountainfestival in St. Anton

 

mountainyogafestival-header

 

Von 1. bis 4. September 2016 fand zum ersten Mal das Mountainyogafestival in St. Anton am Arlberg statt.

Bereits im Oktober vergangenen Jahres hatte ich die Ehre für das Festival einige Fotos zu machen.
Dabei ist auch dieses wunderbare Foto entstanden, welches es letztlich auch auf die Plakate und Flyer geschafft hat.

Geshootet wurde sehr früh morgens um den Sonnenaufgang noch zu erwischen und es war schon so richtig kalt.

 

Making of

 

mountainyogafestival-making-of

 

Und das Ergebnis

 

unspecified

 

 

Aber nun zum Festival

myf_logo_high-1

 

Donnerstag

Los ging’s am am Donnerstag Abend mit der Registrierung der Teilnehmer und einer Eröffnungszeremonie mit allen YogalehrerInnen. Den Donnerstag-Abend hab ich aber noch im Studio mit euch verbracht und bin deshalb erst am Freitag ins Geschehen eingestiegen.

 

Freitag

Wer Lust hatte, konnte bereits am Freitag Morgen – um 6:45 Uhr – mit einem gemeinsamen Spaziergang und anschließenden Sonnengruß und Meditation in den Tag starten.

Danach ging es mit der Gampenseilbahn „aufi aufn Berg“, denn die gesamten Yogaeinheiten fanden im „Gampen Restaurant“ statt, dort wo sonst im Winter hunderte Schifahrer Bernerwürstel und Co genießen.

Oben angekommen die erste Überraschung: der Ausblick ist überwältigend, die Location ein Traum.

 

thumb_img_6980_1024
Und bei strahlenden Sonnenschein freue ich mich auf die erste Einheit. Ich habe mich für Jivamukti Yoga mit dem Schweizer Karl Straub entschieden, da die Jivamukti Stunden meist etwas anstrengend aber schön fließend sind und von toller, lauter Musik begleitet werden. Genau das Richtige nach 3,5 h Autofahrt!

Zuerst bin ich etwas enttäuscht dass die Stunde drinnen stattfindet, doch dann gehen wir glücklicherweise zum Ende der Stunde nach draußen auf die Wiese – wieder mit mega Aussicht.

 

 

Mittags stärken wir uns am vegetarischen Buffett. Und am Nachmittag hab ich mir feines Yin Yoga mit der Münchner Lehrerin Tanja Seehofer ausgesucht.

 

thumb_img_7908_1024

 

Das hat schon was, sich hier in den Bergen auf der Holzterrasse ganz in Yogaposen zu vertiefen. Obwohl ich mich über die Höhensonne sehr freue, spüre ich langsam ein leichtes Kribbeln auf der Haut… vielleicht hätte ich doch Sonnencreme einpacken sollen.

Im Gänsemarsch geht’s dann mit Bergführerin Geli runter ins Tal. Im Hotel angekommen freue ich mich erstmal auf eine Dusche.

Obwohl sich das angebotene Abendprogramm – Meditation bei Kerzenlicht – ganz nett anhört, entspannt mich ein Glas Wein und gute Gespräche viel mehr und so lassen wir den Abend ausklingen um ziemlich früh im Bett zu verschwinden.
Nix also mit Yoga-Party!

 

Samstag

Samstag morgen wird wieder mit einer Meditation gestartet. Ich schaffe es aber nicht mich von dem wunderbaren Frühstücksbüffet in meinem Hotel am Dorfplatz zu trennen und genieße noch einen extra Cappuccino und hausgemachten Gugelhupf. Hach – Frühstücken kann so meditativ sein 😉

Ich steige bei der Vormittags-Session wieder ein, Yoga auf der Dachterrasse.
Jo Koch aus Berlin führt uns durch eine super fließende Stunde zum Thema „Erde“. Die Sonne zeigt sich nochmal von ihrer besten Seite und es ist schon fast zu heiß und so verkrieche ich mich für die Endentspannung in die letzte schattige Ecke.

 

thumb_img_7024_1024

 

Schön langsam macht sich Muskelkater im Körper breit, eine Mittagspause im Schatten mit Salat und anschließendem Espresso schafft Abhilfe und bringt mich wieder etwas in Schwung. Und am Nachmittag geht’s beim Faszien-Workshop nochmal so richtig intensiv zur Sache. Alle aus meinen Rückenkursen wissen was ich meine, wenn wir mit Bällen unseren Rücken so richtig bearbeiten. Aber der Schmerz hat sich ausgezahlt, ich hab wieder ein paar neue Ideen für euch mitgenommen.

Abends wird’s dann etwas schwungvoller und wir schütteln und tanzen unsere teilweise schon etwas müden Körper wieder wach.
Interessante Musik zu verschiedenen Rhythmen, ein Bewegen wie es der Körper möchte, ein ganz intuitives Tanzen und einfach fließen lassen. Was für ein wunderbarer Ausklang des Abends.

 

Sonntag

Start in den Morgen mit einer Barfußmeditation im Park und anschließender Abschlusszeremonie mit allen YogalehrerInnen.

Ich sitze da bereits wieder im Auto um nachhause zu düsen und nehme viel gute Laune, Inspiration, einen kleinen Sonnenbrand und das Abschiedsgeschenk (eine kleine Schachtel mit einem Band und einer Trockenblume als Erinnerung) nachhause mit.

 

Top-Hotel-Tipp:

Ich habe das Wochenende im Hotel zum Dorfplatz verbracht, ein kleines schnuckeliges 4-Stern Hotel direkt im Zentrum mit wirklich schönen, renovierten Zimmern. Ganz besonders war ich jedoch von den liebevollen Details im Hotel und vor allem vom Frühstücksbüffet begeistert – selten so toll gefrühstückt! Tolles Geschirr, liebevolle Deko, Obst und Gemüse in allen Variationen, frischer Gugelhupf, was will man mehr.

thumb_img_7944_1024

mountainfestival-hotel-1

mountainyogafestival-hotel-2

Fazit:

Aufgrund der Location eine wirklich tolle Veranstaltung bei der ein schönes Programm rund um Yoga und Natur geboten wurde.

 

5 Sterne gibt’s für

+ Locations: Yoga in den Bergen – egal ob auf der Holzterrasse oder auf der Wiese – ein Traum

+ buntes Programm, für jeden etwas dabei, „Alles Kann – Nichts Muss“ – diese Freiheit mag ich auf diesen Festivals

+ liebevolle Kleinigkeiten machen den Unterschied: am Buffettrestaurant lagen von allen Speisen die ausgedruckten Rezepte bereit, im Ort konnten beim Festivalbasar Sofort-Fotos in Lederhose und Dirndl gemacht werden, Abschiedsgeschenk zur Erinnerung

+ Goodie-Bag: jeder Teilnehmer von Yoga-Festival erhält immer eine Goodie-Bag, eine Tasche gefüllt mit kleinen Geschenken, natürlich oft von Sponsoren, meist inkl. viel Werbung. Aber auch das ist ok, schließlich braucht jeder Veranstalter auch Geldgeber und Firmen können sich präsentieren. Ich hab mich gefreut über ein großes Yoga-Handtuch, Müsliriegel, aktuelle Zeitschriften, sowie einer Flasche Wasser und einem Sportgel. Und auch das Eintrittsband – eine Mala (Armband) aus Holzperlen – ist ein süßer Hingucker.

+ mein Hotel (siehe oben)

 

Könnte man noch verbessern

– die geführte Wanderung ins Tal war nett, mehr auch nicht
hier hätte ich mich anstatt Infos und Geschichte über St. Anton lieber an einer Kräuterwanderung oder sonstigem erfreut;
hat aber vielleicht auch damit zu tun dass ich ein Kind vom Land bin und das für mich nichts Neues ist. Die Städter hatten wahrscheinlich mehr Freude daran

– Angebot am Yoga-Basar ausbaufähig, (bitte unbedingt den jungen Mann mit den selbstgemachten Senfsorten und Ölen wieder einladen, seine Produkte sind der Hammer)

langes Anstehen am Buffett, man merke sich: mit einem hungrigen Yogi ist nicht zu spaßen 😉 oder ist es vielleicht ein Zeichen mehr an meiner Geduld und Gelassenheit zu arbeiten? Unweigerlich fällt mir hier die „Snickers“-Werbung ein:
„Du bist nicht Du wenn du hungrig bist“ 😉

– ich kann mir schwer vorstellen wie das Festival bei Regen abgelaufen wäre… die Indoor-Locations waren zwar vorhanden, aber bei der Umgebung drinnen zu sein ist fast unvorstellbar

 

Aber liebe Organisatoren rund um Iris Höll und Wilma Himmelfreundpoitner – Ihr habt das toll gemacht und für euch scheint bestimmt auch nächstes Jahr wieder die Sonne!

 

Und hier nochmal die Zusammenfassung für’s Auge

 

https://youtu.be/adErUsbHGiM

 

Infos zum Festival und Umgebung

Festival: http://mountainyogafestivalstanton.at

Hotel: http://www.hotelamdorfplatz.at

St. Anton und Umgebung: http://www.stantonamarlberg.com/de