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Ideen für eine entspannte Weihnachtszeit – Weniger Streß, mehr Ruhe und Verbindung

Wer kennt das nicht… anstatt die vermeintlich „stillste Zeit des Jahres zu genießen, wird der Stress größer und die Vorbereitungen auf die Weihachtsfeiertage arten vollkommen aus. Organisieren, Geschenke besorgen, Essen und Familientreffen planen, und so vieles mehr.
Und selbst wenn man selbst oft gar keinen Streß hätte, so lassen wir uns doch oft vom Außen in dieses Chaos mitreißen.

Hier findest du ein paar Tipps für eine entspannte Weihnachtszeit, nicht nur für die Weihnachtsfeiertage, sondern vor allem auch schon für die Zeit davor (und danach):

 

  • Erinnere dich an den wahren Grund von Weihnachten und der Adventzeit

    Weihnachten ist immer mehr das Fest des ewigen Konsums und der ewigen Konsumkritik. Wir kümmern uns mehr um Weihanchtsdeko, Geschenke, Weihnachtsmärkte und Weihnachtsfeiern und haben vergessen worum es eigentlich wirklich geht.

    Weihnachten erinnert uns an Christi Geburt und somit an die Liebe in allen Lebewesen. Selbst wenn du mit dem christlichen Glauben nicht mehr viel am Hut hast, um dieses Fest kommst du wohl nicht herum und auch nicht um die Botschaft die lautet: LIEBE!

    Mit der Wintersonnenwende am 21.12. feiern wir die Rückkehr des Lichts, wenn allmählich die Sonnenstunden und somit auch die Tage wieder länger werden. Zurück vom Dunklen ins Licht.
    Und das Neujahr ist idealer Zeitpunkt für Reflexion des alten Jahres, eine Rückschau genauso wie Neustart und ein guter Zeitpunkt neue Intentionen zu setzen. Abseits von den banalen Neujahrsvorsätzen die wir ohnehin nur ein paar Tage durchhalten.

  • Durchatmen

    Der Moment wo alles zu viel wird – wer kennt das nicht. So simpel es sich auch anhört, lass dich Durchatmen!
    Einfache Atemtechniken aus dem Yoga können wirklich für etwas mehr Ruhe und Entspannung sorgen.

    Bauchatmung
    Leg deine Hände auf deinen Bauch und beginne etwas tiefer und dennoch sanft in deinen Bauch zu atmen. Die Bauchdecke wölbt sich mit jedem Einatem leicht nach außen (nicht übertrieben), mit dem Ausatmen wieder leicht nach innen.

    Atem zählen – Ausatmung verlängern – Pause zwischen den Atemzügen wahrnehmen
    Zähle deine Atemzüge. Mit jedem Einatem zählst leise für dich bis 4, mit jedem Ausatem bis 6.
    Nach einiger Zeit beginn nun auch die kleine Pause zwischen den Atemzügen wahrzunehmen, ohne die Luft bewusst anzuhalten. Einfach diesen klitzekleinen Moment wahrnehmen, in dem nichts passiert, keine Atmung, keine Bewegung – nur absolute Ruhe.
    Das Verlängern des Ausatem wirkt entspannend und signalisiert ein Loslassen. Das Zählen des Atems beschäftigt deinen Geist und durch diese Konzentration entsteht etwas mehr Ruhe im Kopf.

 

  • mehr Freundlichkeit mit DIR – mehr Bewusstsein

    Du hast wieder mal zuviel Kekse oder zu ungesund gegessen? Keinen Sport gemacht?
    Beim letzten Familienbesuch überreagiert?
    Oder du ärgerst dich über etwas und ärgerst dich noch extra darüber dass dich das überhaupt ärgert?
    Bleib freundlich mit dir! Verurteile dich nicht und lass dich aus diesem ewigen Kreislauf des Ärgers, Verurteilen und Nachdenkens aussteigen. Werde dir stattdessen der Situation bewusst und triff nächstes Mal eine bessere Entscheidung, eine bessere Wahl.
    Werde dir bewusst das das zweite Teller Kekse wahrscheinlich zu viel war, und hör nächstes Mal früher auf zu essen:
    Nimm wahr ab welchen Zeitpunkt du in einer Situation ein ungutes Gefühl bekommen hast, und ändere die Situation bevor du wieder ein falsches Wort sagst oder etwas tust was dir nachher leid tut.

    Es geht nicht darum alles richtig machen zu müssen. Es geht darum freundlich zu sich zu blieben und etwas mehr Bewusstsein zu schaffen. Dann folgen auch andere – für dich bessere –  Entscheidungen.

 

  • mehr Freundlichkeit mit anderen – vor allem der Familie – weniger Erwartungen

    Du kennst diese Situation, du sitzt am Familientisch und jemand sagt etwas was dich unglaublich triggert.
    Oder Menschen verhalten sich so wie du es absolut nicht leiden kannst und was komplett gegenteilig deiner Lebensweise und deinen Werten ist. Oder einfach in deinen Augen egoistisch oder respektlos. Oder mein Highlight: sie begegnen dir mit völliger Gleichgültigkeit und haben keinerlei Interesse an deinem Leben, deiner Arbeit, deinen Hobbies etc.

    Bleib dennoch freundlich mit Ihnen. Akzeptiere was diesem Mensch zu diesem Zeitpunkt – nämlich genau JETZT – möglich ist zu geben. Körperlich wie auch emotional. Akzeptiere wo sie gerade stehen in ihrem Leben. Bleib offen, freundlich und nimm es so wie es gerade ist. Du kannst es ohnehin in diesem Moment nicht ändern.
    Aber du kannst entscheiden wie du darauf reagierst: nämlich mit Gelassenheit, Freundlichkeit, Verständnis und Güte. Aber setzte klare Grenzen…

 

  • klare Grenzen setzen & die Kunst des Nein sagens und Weglassens

    Gerade im Bezug auf den oberen Punkt heißt das nicht dass du Alles mitmachen musst und dir alles gefallen lassen musst. Auch hier geht es darum, mehr Bewusstsein zu schaffen, was kann ich ändern und was nicht. Und wie reagiere ich in Situationen die ich nicht ändern kann.
    Und gerade hier sind auch klare Grenzen sehr wichtig. Lerne NEIN zu sagen, denn oft bedeutet jedes NEIN ein JA zu DIR!
    Lass weg was dich nicht erfüllt! Du musst nicht bei jeder Familienfeier oder bei jedem Treffen mit deinen Arbeitskollegen dabeisein. Vielleicht möchtest du dir gerade – für dich wichtige Tage – wie vielleicht den 24.12. den Heiligen Abend für dich freihalten. Es reicht oft auch ein Cafe mit der Familie anstatt einem stundenlangen Essen bei dem es im Lauf der langen Zeit zu vielen Konflikten kommt. Wir können nicht alle „Verpflichtungen“ absagen, aber wir können sehr wohl entscheiden, wann und wie lange wir wo sind. Und das bedeutet oft klare Grenzen zu setzen und dies zu auch so zu kommunizieren. Das ist natürlich nicht immer leicht und führt oft zu Unverständnis in der Familie und bei Freunden („du bist so egoistisch“). Aber wenn die erste Hürde erstmal überwunden ist, wird es in den nächsten Jahren immer leichter – nicht nur für dich weil du es einmal ausgesprochen hast, auch für deine Familie denn sie weiß was dir wichtig ist (und was nicht). Und nur zur Erinnerung: seinen eigenen Werten zu folgen und zu tun was dir selbst gut tut ist nie egoistisch!

 

  • ICH-ZEIT erlauben – Selflove & Selfcare

    Wobei wir schon beim nächsten Punkt wären. Erlaube dir etwas mehr ICH-ZEIT.
    Lass dich nicht zu sehr vom Weihnachtswahnsinn mitreißen, gönn dir Zeit für Dich und Dinge die dir gut tun. Und vielleicht sind das Kleinigkeit wie eine ruhige Tasse Tee/Kaffee, ein gutes Buch, ein Spaziergang oder ein langes Bad in der Wanne. Vielleicht ist es ein gutes Duftöl das dich beruhigt und dir Energie schenkt, vielleicht ist es ein Saunabesuch.
    Und da auch das alles nicht selbstverständlich passiert, schreib dir diese Dinge auf einen Zettel oder in den Kalender.
    Andere Termine trägst du ja auch in deinen Planer ein oder? Warum also dich selbst nicht mal genauso wichtig nehmen? Diese Praxis der Selbstliebe und Selbstfürsorge sollte zu einer Selbstverständlichkeit werden. Nicht nur in der Weihnachtszeit.

 

  • weniger kaufen – sinnvoller schenken – Balance bitte!

    Ja der Konsum zu Weihnachten. Ich kann es irgendwie nicht mehr hören. Weder die eine Seite – das ständige Kaufen und Schenken. Aber auch nicht die ständige Konsumkritik, alles schlechtreden und nichts mehr genießen können.
    Können wir uns nicht auch hier auf eine sinnvolle Mitte, eine gute Balance einigen?
    Ja natürlich bin ich für ein sinnvolles Kaufverhalten, darauf zu achten was kaufe ich, wo wurde es produziert, brauche ich der der Andere das überhaupt, usw.
    Aber ein Überlegtes Schenken kann auch sehr schön sein. Wie wäre es mit nur mit einer Kleinigkeit?
    Selbstgemachte Kekse? Oder eine Geschenk mit Sinn und Liebe?
    Oder mit Wichteln zu Weihnachten, auch innerhalb der Familie? Angeregt durch die Idee von einer lieben Yogini die zu mir ins Studio kommt, wichteln wir heuer erstmals in einem Teil der Familie. Wir schenken uns nur eine Kleinigkeit, es wurden Namen gezogen und als kleine zusätzliche Herausforderung wurde wie bei „Stadt-Land-Fluß“ ein Buchstabe bestimmt, mit dem das Geschenk beginnen muss. Wir haben diesmal das „F“… also von Flasche Wein bis Film ist alles erlaubt, darf aber nicht mehr als ca. 20 Euro kosten.

  • kein Perfektionismus – Erwartungen runterschrauben

    Gerade wir Frauen sind Perfektionistinnen – alles soll perfekt sein. Die Wohnung geputzt, alles schön dekoriert, ein perfektes Weihnachtsmenü und perfektes Outfit. Und natürlich klappt das nicht immer. Eigentlich meistens nicht.
    Und selbst wenn alles perfekt ist, dann sind es vielleicht unsere Gäste und wir selbst nicht.
    Lass uns versuchen unsere hohen Erwartungen an die Adventszeit und vor allem die Weihnachtsfeiertage etwas zu drosseln. Denn wenn dann nicht alles so ist wie wir uns es vorstellen, sind Streit und Frust vorprogrammiert.
    Sei etwas nachsichtig, mit dir und mit den anderen. Weniger erwarten, mehr bekommen.

 

  • Musik!

    Musik – Musik – Musik! Bringt immer gute Laune und gute Stimmung. Für die einen sind es die ewig gleichen kitschigen Weihnachtslieder (Ich zum Beispiel), für die anderen die von den Weihnachtsliedern genervt sind, ist es vielleicht Rock oder Popmusik. Nutze die Musik als Stimmungsmacher, für gemütliche Stunden oder um durch die Wohnung zu tanzen.

 

  • Dankbarkeit – und ein bisschen mehr Geben als Nehmen

    Dankbarkeit ist eine wichtigste spirituelle Praxis und kann uns gerade in Zeiten wie diesen wieder sehr erden.
    Denk am Morgen oder am Abend an mind. 3 Dinge für die du heute dankbar bist, und du merkst wie sich sofort mehr Zufriedenheit einstellt und sich vieles relativiert.

    Und durch diese Dankbarkeit kannst du auch ein bisschen mehr geben als nehmen. Vielleicht magst du an einen guten Zweck deiner Wahl spenden? Oder einfach mal der gestressten Kassiererin an der Supermarktkasse ein liebes Wort oder ein freundliches Lächeln schenken anstatt eine zweite Kasse zu fordern?
    („Ich bewundere Sie, wie sie trotz des Weihnachtsstresses hier freundlich bleiben.“)
    Ein liebes Wort für jemanden haben, auch wenn dieser gerade nicht die Freundlichkeit in Person ist.
    Du weißt nie was dein Gegenüber gerade durchmacht und wie es ihm/ihr gerade geht. Also sei du nicht noch der der sich auch noch zusätzlich bei der Kellnerin beschwert, sondern bring ein bisschen mehr Verständnis und Freundlichkeit ein.

 

  • Take care of your body – do yoga!

    Gerade stressige Zeiten erfordern es, dass wir uns gut um unsern Körper kümmern. Achte auf eine gesunde Ernährung, auch wenn du manchmal über die Strenge schlägst. Achte auf etwas Bewegung und Ausgleich auch wenn es verführerisch ist auf der Couch zu bleiben oder nach einem stressigen Tag einfach nur herumzuliegen.

    Restorative Yoga oder Yin Yoga kannst du auch noch nach einem langen Arbeitstag praktizieren. Und ein paar Sonnengrüße am Morgen oder an einem freien Tag machen gleich einen anderen Menschen aus dir!
    Roll die Matte aus! Auch wenn deine Familie zuhause ist und vielleicht blöde Kommentare abgibt! Du und dein Körper verdienen diese Zeit! Ohne Rechtfertigung!

    Oder komm am 21.12. oder 22.12. zum Vor-Weihnachtsspecial bei Michi’s Yoga! Alle Infos HIER

 

  • Humor, Leichtigkeit und Freude

    Und zu guter Letzt – Humor hilft über vieles hinweg und bringt wieder etwas Leichtigkeit ins Leben.
    Vielleicht ist es ein lustiger Film, oder du liest gern witzige Bücher oder suchst auf Youtube ein lustiges Kabarett oder schaust eine lustige und vor allem sinnfreie Comedyserie.
    Du musst nicht jeden Tag in Tiefsinnigkeit ersticken oder in der Monotonie des Alltags versinken.
    Erlaube dir mehr Leichtigkeit und vor allem Freude! Und tu alle Dinge die dir dazu verhelfen!
    zB. Yoga 😉

 

In diesem Sinne wünsche ich dir eine wunderbare, stressfreie Weihnachtszeit

Namasté

 

PS: du hast noch mehr Tipps? Schreib mir in die Kommentare deine Tricks wie du entspannt durch die Weihnachtszeit kommst!

 

 

Dieser Beitrag ist Teil der Ganzwunderbar Blogparade, bei der verschiedene Blogger aus dem Bereich Yoga & Healthy Lifestyle jeden Tag einen Be
itrag veröffentlichen. Die gesammelten Werke und alle Artikel von allen Bloggern findest du hier.
Danke liebe Melanie für diese tolle Idee!

 

Les unbedingt den gestrigen Beitrag von Jeanette von www.yogaretreats.at und www.follow-your-trolley.com.
Jeanette ist Yogalehrerin und Journalistin und schreibt einen wunderschönen Reise- und Yogablog.
In ihrem gestrigen Beitrag ging es um YIN für Fortgeschrittene: „Wir gehen bewusst und mit größter Achtsamkeit durch unser Leben. Wir wollen unser YIN in einer YANG-betonten Welt stärken. Und tun doch manchmal genau das Gegenteil.“ Weiterlesen…

Und morgen Montag kannst du den nächsten Beitrag von Anja Matschkus  auf www.ganzwunderbar.com lesen!