In Blog

🐰 OSTERPAUSE 🐰 und die Sache mit dem schlechten Gewissen…


Wow – wie die Zeit vergeht… ⁣
seit 5 Wochen bin ich schon wieder aus Indien zurück und seit 5 Wochen wieder an mind. 6 Tagen die Woche im Yogastudio. Über 50 Yogaklassen habe ich in dieser Zeit unterrichtet und ICH LIEBE ES – wirklich jeden einzelnen Tag – jede einzelne Einheit. Auch die Tätigkeiten „dazwischen“ wie Backoffice, Reinigungsarbeiten, Vorbereitungen und Planungen… und so vieles mehr!⁣

Und dennoch brauche auch ich regelmäßige Pausen und Zeit für mich, Zeit für neuen Input und Inspiration, Zeit für meine Lieben und einfach mal SEIN.⁣


Deswegen hat das Studio hat von Montag, 15.4. bis inkl. Ostermontag 22.4. geschlossen.⁣
Am (Oster-) Dienstag 23.4. gehts wieder mit dem vollen Stundenplan weiter.


Und hier kommt der springende Punkt. Letztes Wochenende hat mich das schlechte Gewissen überallen. Ein schlechtes Gewissen eine Pause zu machen. Das Studio für ein paar Tage zu schließen. Weil ich ja grade erst in Indien war. Weil ich ja eigentlich in den Osterferien nichts vor habe und ja eigentlich genauso gut unterrichten könnte. Weil ich am letzen Wochenende gerade erst mit meinem Mann in Ibiza war um Vorbereitungen für mein Yoga Retreat im Mai zu treffen. Weil mir in den letzten Wochen auch immer wieder mal Missgunst begnegnet ist.⁣


Mir geht es richtig. Auf allen Ebenen.
Es ist nichts perfekt aber es ist so richtig gut.


Darf es mir überhaupt gut gehen? Darf ich erfolgreich sein?
Darf sich das Leben leicht anfühlen? Darf ich meinen Beruf/meine Berufung in vollen Zügen genießen? Darf ich dadurch auch wirklich Geld verdienen? Keine Millionen aber soviel dass ich ohne großen Besitz gut leben kann? Darf ich glücklich sein? Darf es wirklich leicht sein?
Darf ich auch mal Pause machen?

hmmmmhhh – spannend diese Glaubenssätze nicht war? So habe auch ich gemacht was ich euch immer predige – Annehmen, Hinschauen und „Sit with it“.

Aufgewachsen wie viele andere von euch auch in einer Gesellschaft in der oft nur Leistung zählt und die so oft getragen ist von Glaubensätzen wie „ohne Fleiß kein Preis“, „Geld muss man sich hart erarbeiten“, „das Leben ist kein Zuckerschlecken/Ponyhof“ bemerkt man oft gar nicht wie sehr sich diese Dinge eingebrannt haben.

Deshalb teile ich dies hier mit euch weil ich sehr dankbar bin wenn solche Momente der Unsicherheit/Angst kommen, denn dann bietet sich die Gelegenheit genauer hinzuschauen und diesen Schatten in uns zu begegnen, sie genau zu betrachten und vielleicht aufzulösen.

Denn ich bin der vollen Überzeugung, dass das DAS die wahre Yoga Praxis ist. Sich nicht nur mit dem ÄUSSEREN also dem Körper , sondern sich vor allem auch mit seinem INNEREN zu beschäftigen.

Sich nicht nur dem Licht sondern vor Allem auch dem Schatten widmen.
Um so Schicht für Schicht von dem abzulegen, was nicht zu uns gehört, was wir uns im Laufe der Jahre durch Erziehung, durch Meinungen der Gesellschaft und anderer Menschen angeeignet haben.

Und sich so selbst wieder näher kommen. Seinen eigenen wahren Wesenskern, das eigene Selbst freilegen und sich selbst begegenen.
DAS ist für mich die wahre YOGAPRAXIS.

Und um es abzuschließen, der ganze Prozess ist natürlich wesentlich umfangreicher, und wird mich auch noch länger begleiten und deshalb lautet mein Mantra für die nächste Woche:⁣

– Es darf mir gut gehen⁣
– Ich muss mich vor niemanden rechtfertigen dass es mir gut geht⁣
– Ich darf mir eine Pause erlauben⁣
– Das Leben darf leicht sein⁣
– Selfcare ist wichtig⁣

In diesem Sinne schöne Osterferien! ⁣
Schaut gut auf euch! Ich mach dasselbe!⁣
Namasté Michi⁣